Geschichte wurde gefälscht

Die Nazis hatten im "3. Reich" die Propaganda der Dolchstoß-Legende zur Geschichtsfälschung über die ganze Zeit des "Europäischen Krieges" und der "Schande der Reparationen" als Waffe benutzt, den Hass und die Angst zu schüren.

Die Kriegsschuld-Frage, die Kurt Eisner mit Akten des bayrischen Außenministeriums aufdecken konnte, in dem er die preußischen Kriegspläne wie den "Schlieffen-Plan" von 1907 offenbarte, brachte ihm den Hass der Alldeutschen, Nationalen und Militärs, was zu seiner Ermordung führte, wie das von der Reaktion in Berlin begonnen worden war.

Entnazifizierung war knapp

Nach dem Ende der Entnazifizierung 1951 und im Kalten Krieg waren die vielen Nazis wieder in den Ämtern, Gerichten, Hochschulen und Schulen und schrieben - bis auf wenige Ausnahmen - die Geschichte so weiter.

Die Nazi-Propaganda lebte weiter: Die ganze Geschichte hing schon am Ende der Demokratie, die von allen bürgerlichen Kräften in der Weimarer Republik schlecht geredet wurde, allen voran die reaktionären Regierungs-Gruppen in Bayern, die immer den anderen die Schuld an ihrem Versagen gaben, wie heute der EU, so lange sie nicht selber die Posten haben.

Die Juristen waren immer unschuldig, als einäugige Richter und Staatsanwälte hatten sie immer noch im Hinterkopf, "dass der Wille des Führers Gesetz ist". Die Todesurteile gegen die Freunde und Geschwister Scholl galten bis in die 80er Jahre als Recht, die Zwangsarbeit wurde kaum gestanden oder entschädigt, die Schwulen blieben mit dem §175 weiter verfolgt und bis heute ohne Entschädigung.

Der Weg in den Faschismus

Die Rolle der Kirchen wurde zum Opfer und Widerstand umgeschrieben; die Ideen der Räte, des Sozialismus und der internationalen Solidarität wie auch im Wandervogel wurden zum Stalinismus denunziert.

Die Abschaffung der Pflicht zum Religionsunterricht und die Einführung der freien Wahl für die Kinder wurde im Wahlkampf Dezember 1918 / Januar 1919 etwas aufgeblasen zum Mord an unseren Kindern: Kardinal Faulhaber bereitete mit seinem Hirtenbrief zum Betlehemitischen Kindermord des Herodes den Boden für die Ermordung des Ministerpräsidenten Kurt Eisner:

Der 21jährige Jura-Student und Leutnant Anton "Graf" Arco führte ihn aus, nach dem ihm die rechtsextrem hetzende rassistische Thule-Gesellschaft verschlossen blieb: Dort musste man 1917 schon "judenreines Blut" über drei Generationen nachweisen, um unter dem Hakenkreuz im Hotel VierJahreszeiten zu sitzen, doch seine Mutter kam aus der bekannten jüdischen Familie Oppenheimer.

Demokratie neu beleben

Der Parlamentarismus kann auch andere Formen haben: Unsere Partei-Systeme haben sich als hochgradig korrupt erwiesen, und nicht nur die Konstellationen wie in den USA sind ein Hohn der Idee einer Volksvertretung:
Kann uns die Idee der Räte eine Richtung geben?
Grundeinkommen - Nicht nur für die Wittelsbacher?


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